Berlin Fashion Uncategorized

Perfekt Unperfekt – Vom Abi bis zum Bachelor

Oktober 7, 2015
Image and video hosting by TinyPic
habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass euch die Zeit wie Sand durch die Finger rinnt? Jedenfalls ist das bei mir derzeit der Fall. Alles passiert fürchterlich schnell und dann schaut man auf den Kalender und stellt erschreckend fest, dass in fast zwei Monaten Weihnachten ist, obwohl es doch gerade noch 30 Grad gewesen waren. Dann fängt man das Grübeln an, was man bis zum Ende des Jahres noch alles erledigen muss/will. Trotzdessen, dass ich in diesem Jahr noch mit der Planung von Hochzeit und der Geburt meines Babys beschäftigt bin und dies mir sehr viel Freude bereitet, kommt ab und an der Gedanke auf, was wohl nach diesen aufregenden Lebensereignissen speziell meine berufliche Zukunft 2016 für mich bereit hält.
Wenn ich mich so zurück erinnere, dann ist mir eines bewusst geworden: Seit meinem Abi hatte ich die perfekte berufliche Zukunftsvision, aber dann kam doch meist alles anders, als geplant. Ob während oder wie jetzt, nach dem Studium. Und damit stehe ich nicht alleine: Viele meiner Freunde und Kommilitonen ging es ähnlich. Lebensumstände verändern sich im Laufe des Lebens und der Ausbildung und am Ende findet sich wohl jeder Student in diesen Situationen über den beruflichen Werdegang wieder.
Nach dem Abi zieht es viele an die Uni. Man freut sich darauf, da dies der erste Schritt in die geplante Berufswelt ist und nach dem Studium das große Geld und die große Karriere auf einen wartet. Sei es im Marketing, in der IT, als Ingenieur, Lehrer oder Rechtsanwalt. Endlich eingeschrieben stürzt man sich voll rein und ist motiviert, da man endlich Vorlesungen, speziell auf das eigene Interessenfeld zugeschnitten, besuchen kann. Doch nach den ersten Semestern wird einem Klar, dass ausschließlich zur Uni gehen nicht reicht, um während des Studiums über die Runden zu kommen und zum anderen mangelnde Arbeitserfahrung den Einstieg in den späteren Job erschweren. Also beginnt man mit der ersten richtigen Jobsuche in der jungen Karriere. Ich habe nach dem Abi vier Semester Jura studiert und nebenbei in einem Café geshoppt. Ich habe gemerkt, dass mir so ein Nebenjob aber nicht viel bringt und so habe ich bei meinem  zweiten Studium eine Werkstudentenstelle angenommen, die auch etwas mit meinem Studium zu tun hat. So habe ich Marketingkommunikation studiert und die sechs Semester während des Studiums mal im Online Marketing gearbeitet, mal in der PR und zuletzt im Bestandskundenmarketing.
Image and video hosting by TinyPic
Für mich war es also der optimale Verlauf einen Werkstudentenjob auszuführen. Allerdings klappt das nicht immer auf Anhieb, da Werkstudentenstellen hart umkämpft sind. Deshalb muss manchmal auch ein Übergangsjob her. Manche finden einen gutbezahlten Job im Einzelhandel, andere helfen auf Messen und Events und wieder andere finden Jobs im Catering in Berlin. Wer dann irgendwann einen der begehrten Werkstudentenjobs ergattert hat, der ist erstmal angekommen. Naht jedoch das Ende des Studiums, kommt wieder die Frage auf: Wie geht es nun weiter?
Image and video hosting by TinyPic
Inzwischen hat sich viel getan. Man hat das Studium oder den Nebenjob gewechselt, sich verliebt oder wie in meinem Fall, ist der Nachwuchs bereits unterwegs. Hat man sich im ersten Semester noch einen Job im Ausland erträumt, kommt nun doch alles anders, weil man zum Beispiel gerade Wohnungspläne mit dem Liebsten schmiedet oder ganz einfach dann doch den Traumjob in Deutschland findet. Vielleicht hat sich der ein oder andere nie im Ausland gesehen und landet nun doch in London, Paris oder Sydney. Andere wollten nach dem Bachelor arbeiten, sehen sich aber nun doch auf der sicheren Seite mit einem Master. Und bei mir – nun, da kam der Nachwuchs dazwischen. Das bedeutet erstmal eine Pause vom beruflichen Leben, aber nicht, das ich mir nicht schonmal einen groben Plan zurechtlegen kann. Ungefähr ein Jahr nach der Geburt möchte ich gerne wieder arbeiten gehen und freue mich auf den Berufseinstieg. Generell bin ich noch offen in welche Richtung es gehen soll, natürlich soll es noch etwas mit Marketing zu tun habe.
Auch wenn man nicht immer der perfekten Zukunftsvision 1:1 gerecht wird, am Ende kommt man doch eigentlich immer genau dort an, wo man ankommen will. Auch wenn manches nicht im Plan nach dem Abi vorgesehen war.

Erkennt ihr euch in einer dieser Situationen wieder? Was war euer eigentlicher Plan nach dem Abi und wie ist es am Ende für euch gekommen?

You Might Also Like

4 Comments

  • Reply Lisa K. Oktober 7, 2015 at 9:24 pm

    Huhu Lisa,
    wirklich schöner Post! Ich muss sagen ich habe schon jetzt ein paar Umwege gemacht und befinde mich quasi auf der Zielgeraden, vor dem Studium. Den Ausbildung, Fachabitur und das das normale Abitur sollten da noch dazwischen…. und ich muss sagen wie du sagst man freut sich total aufs Studium. Ich kanns momentan noch garnicht abwarten, aber ein bisschen warten muss ich dann doch… Ich bin gespannt wo es mich hintreibt! Ich möchte nämlich Kommunikationsdesgin studieren und hab irgendwie auch bammel wo es einen hintreibt…Aber ich impfinde es gerade genauso wie du schreibst.
    Bald ist euer Nachwuchs da! und ich muss sagen, da ich diesen Blog schon soo lange verfolge (5 Jahre) ich freue mich sehr für euch! Es macht wirklich Spaß das alles hier zu lesen.

    Liebe Grüße aus NRW
    Lisa von Galerie Tacheles

  • Reply Isa Machado Oktober 10, 2015 at 10:43 pm

    You look fantastic dear! 🙂

    Isa M., Tic Tac Living

  • Reply pottprinzessin Oktober 11, 2015 at 9:33 am

    Hey,
    ich bin letztes Jahr mit einer guten Freundin zusammen gezogen, eigl. haben wir uns nach ein paar Monaten gedacht, dass wir für immer zusammen wohnen bleiben – jetzt kam mein Mann dazwischen und wir sind auf Wohnungssuche 2.0.
    Beruflich bleibt der Plan aber der selbe wie schon vor 8 Jahren – Master of Education im letzten Semster.
    Alles Liebe,
    Lisa

  • Reply Indie Oktober 12, 2015 at 11:19 am

    Hallo Lisa, ich weise nur auf einen kleinen Schreibfehler hin (auch wenn er sehr lustig ist): du hast doch bestimmt in einem Cafe gejobbt und nicht geshoppt, oder? 😉
    Liebe Grüße

  • Leave a Reply