Baby

Gastbeitrag: Die ersten kleinen Reisen mit Baby

Juli 11, 2016

reisen

Heute habe ich wieder einen tollen Gastbeitrag von der lieben Kati für Euch. Ihren Blog Katerlina findet ihr hier und ihren Instagram Account hier. In dem Beitrag geht es um die ersten kleinen, großen Herausforderungen mit Kind. Sie erzählt von ihrer ersten kleinen Reise alleine mit Lina zu mir. Wenn ihr auch Lust habt einen Gastartikel zu schreiben, meldet Euch einfach bei mir. Er sollte sich rund um das Thema Baby drehen. Aber genug von mir!

Lina ist jetzt sechs Monate alt. Sechs Monate in denen ich die Domspitzen von Naumburg, meiner Heimatstadt, fast jeden Tag gesehen habe. Es ist an der Zeit langsam wieder die Fühler auszustrecken und die Ungewissheit und Angst, ob man auch allein mit Baby inklusive Kinderwagen verreisen kann, zu überwinden.
Also habe ich mir selbst die Herausforderung gestellt mit dem Zug nach Berlin zu fahren um Lisa und Baby N. persönlich kennenzulernen. Am Tag davor hätte ich am liebsten unter fadenscheinigen Ausreden alles wieder abgesagt und gekniffen. Was wenn wir den Anschlusszug verpassen? Was wenn Lina weint und trinken will, wenn es gerade nicht geht? Wer hilft mir den Wagen tragen? Wo steht der Wagen im Zug? Wo sitzen wir? Gibt es Fahrstühle? Funktionieren die auch? Was wenn ich mal auf Toilette muss? Und wo muss ich überhaupt hin? Alle diese Fragen geisterten mir am Vorabend durch den Kopf und hielten mich erfolgreich vom Schlafen ab, aber jetzt hieß es Augen zu und durch. (Für manche klingt das sicher lachhaft, die machen sowas jeden Tag, aber für mich war das wirklich eine Herausforderung)
In Naumburg ging es mit einer Regionalbahn los Richtung Leipzig. In die Züge von abellio kommt man zum Glück ohne fremde Hilfe hinein, da sie ebenerdig sind. Es gibt mehrere Fahrradabteile, wo der Kinderwagen bequem hinpasst und wo man gleich daneben auch einen Sitzplatz findet. Soweit so gut. Der Zug hat wenige Minuten Verspätung, den Anschlusszug in Leipzig schaffen wir trotzdem. Jetzt fängt der ungewissere Abschnitt der Reise an. Ich steige planlos irgendwo in den ICE ein. Ein Mann hilft mir den Wagen hereinzutragen. Ich bleibe im Eingangsbereich stehen, warte dass sich die Menschenmassen in die Sitzreihen verteilen. Eine Schaffnerin kommt vorbei und fragt mich, ob ich keinen Platz mehr gefunden hätte. Ich sage: „Ich reise das erste Mal mit Kinderwagen und wusste nicht wo ich hin kann.“ Sie geht zwei Meter den Gang runter und zeigt mir: das Kleinkindabteil!!! Für mich völlig neu, noch nie davon gesehen oder gehört (Ihr?!). Die Erleichterung steht mir wahrscheinlich ins Gesicht geschrieben, als ich zu den anderen zwei Muttis und drei Kindern ins Abteil steige. Es gibt einen Wickeltisch und alle sind verständnisvoll wenn eines der Kleinen mal laut ist oder weint und ich fühle mich auch nicht heimlich neugierig beäugt, als ich Lina stille. Eine der Muttis kommt aus Berlin. Sie hilft mir am Hauptbahnhof mit dem Kinderwagen die Rolltreppe hoch, weil einige Aufzüge tatsächlich nicht funktionieren und zeigt mir welche S-Bahn ich nehmen muss (Ein Hoch auf den Zusammenhalt zwischen den Muttis!) Am Tiergarten ist der Aufzug auch defekt. Ich frage zwei junge Frauen die mir bereitwillig helfen, den Wagen die Treppen herunterzutragen. Jetzt muss ich nur noch das Café finden, in dem wir uns verabredet haben. Smartphone raus, Google Maps an und den blauen Punkten folgen. Ich bin sehr stolz als ich an dem schönen See ankomme ohne mich verlaufen zu haben. Der Nachmittag mit Lisa vergeht wie im Flug (mehr dazu auf meinem Blog). Auf dem Rückweg steige ich gezielt beim Kleinkindabteil ein (siehe Zeichen das ich fotografiert habe. Eine der Muttis meinte das wäre immer neben dem Bordbistro). Auch dieser Zug hat wieder Verspätung, so dass ich in Leipzig einen kleinen Sprint einlegen muss um den Abellio zu erwischen. Am Ende des Tages hat alles geklappt und ich bin dankbar für all die hilfsbereiten Menschen, die mir geholfen haben. Zu Hause angekommen falle ich völlig fertig, aber sehr glücklich ins Bett und träume von der nächsten Reise.

Vielen lieben Dank Kati!

eure lisa

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  • sandra Juli 11, 2016 at 1:31 pm

    Sehr toller Post! Ich weiß aus eigenen Erfahrungen, wie stressig die Fahrt mit einem Baby sein kann! 🙂

    Love,

    Sandra von http://fashionholic.de

  • Carina Juli 11, 2016 at 6:13 pm

    Kleinkindabteil….wieder was dazu gelernt:) Danke❤

  • Dani Juli 14, 2016 at 10:24 am

    Oh, da spricht mir jemand aus der Seele 😉

  • Karin November 12, 2016 at 1:26 pm

    Sehr schöner Beitrag :). Leider war bei meiner ersten Zugfahrt, mit meinem kleinen noch kein Kleinkindabteil vorhanden. Naja dafür waren alle Aufzüge intakt 😉

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