Lifestyle

Auf die Bohne kommt es an – Kaffee 3.0

Dezember 12, 2016

Processed with VSCO with se3 presetKaffee ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Die meisten (mich eingeschlossen) kommen morgens erst dann in die Gänge, wenn ein frisch gebrühter Kaffee auf dem Tisch steht. Kaffee trinken hat in den meisten Familien Tradition, wir kennen es von klein auf, dass Mama und Papa am Frühstückstisch und am Nachmittag Kaffee trinken. Während unsere Eltern jedoch lange Zeit nur die gute alte Filterkaffeemaschine kannten, haben wir heutzutage eine riesengroße Auswahl an Zubereitungsmethoden, jede Maschine hat ihre eigene Anhängerschaft. Von Kaffeepads über Kapseln, Vollautomaten, Siebträgermaschinen, French Press, Espressokocher, Mokkakanne und was es da sonst noch so alles gibt.

Die Wahl der richtigen Kaffeemaschine ist nicht nur vom eigenen Geschmack abhängig, nein, Kaffeekochen ist zum Lifestyle-Statement geworden. Das Gleiche gilt für den Gang ins Café, hier bestellt man schon lange nicht mehr nur ein Kännchen mit Kaffeesahne. Latte Macchiato, Moccachino, Flat White und Americano müssen es sein. Spezialitätenketten wie Starbucks und Costa Coffee sind auf der ganzen Welt zu finden und lokale Cafés und Bistros haben ihre Getränkekarten den Kaffeetrends anpassen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

In dem ganzen Wirrwarr hört und liest man immer wieder etwas von „Gourmetkaffee“ oder „Spezialitätenkaffee“, und natürlich werben alle Marken und Cafés damit, dass ihr Kaffee der Beste ist. Wie schafft man es, hier durchzublicken?

 

Ich habe da letztens etwas super Interessantes über die sogenannte „Third Wave of Coffee“ gelesen. Vereinfacht ausgedrückt ist es die Kaffee-Revolution 3.0, die zurück zur Bohne geht. Kaffee wird als Gourmetprodukt angesehen, welches, genau wie Wein auch, absolute Liebhaber und Kenner hat. Was ich daran besonders spannend finde, ist, dass es diesen Kaffeeliebhabern um nachhaltigen Kaffee geht. Das bedeutet, dass man bereit ist, mehr Geld auszugeben, wenn man sichergehen kann, dass der Kaffee aus biologischem Anbau und fairem Handel stammt und darüber hinaus ein Qualitätsprodukt ist. Den Kaffee-Revolutionären geht es auch um eine klare Distanzierung zum Billigkaffee aus dem Supermarkt, der industriell geröstet wird, fertig gemahlen abgepackt (das wohlbekannte „Ziegelsteinpaket“) und durch einen hohen Säureanteil den Magen reizt. Es gibt hier in Deutschland mittlerweile viele kleine Röstereien, hinter denen sich wahre Kaffeekenner verbergen, die per Hand in Rösttrommeln auf den Punkt rösten. Das dauert natürlich länger, dementsprechend ist der Kaffee teurer. Diese Art von Kaffee kriegt man nicht im Discounter. Das Portal Gutscheinsammler gibt Tipps, wie man zum Beispiel in der Gourmetabteilung von Galeria Kaufhof günstig an Spezialiätenkaffee kommt, ansonsten kann man auch bei den Röstereien direkt bestellen. Hier in Berlin gibt es Fjord Coffee, die neben der Rösterei auch ein Café mit Ausschank haben. Dort kann man also den besonderen Kaffee direkt probieren und sich von seinen Qualitäten überzeugen. Weitere Röstereien in Deutschland sind Phoenix Coffeeroasters, Rösttrommel, gang und gäbe, Hoppenworth & Ploch und viele mehr.

Echte Kaffeekenner würden übrigens niemals fertig gemahlenen Kaffee kaufen, die ganze Bohne darf bei Gourmetkaffee erst kurz vor der Zubereitung gemahlen werden. Da Kaffee ein Produkt ist, dass die meisten von uns in rauen Mengen trinken, finde ich es nur richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wo der Kaffee herkommt und ob er gesund und gut ist.

eure lisa

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