Familie

„Mama, ich habe jetzt meinen eigenen Kopf!“

April 5, 2017

Könnte der kleine Mann schon sprechen, dann würde er mir das bestimmt zuallererst sagen. Nun ja und ich muss mich nun endlich damit abfinden, dass mich nicht mehr ein kleines Baby durch den Alltag begleitet. Viel eher steht mir ein Kleinkind gegenüber, das ganz schön viel Quatsch im Kopf hat, ein Abenteuer nach dem nächsten jagen möchte und sowieso ganz eigene Vorstellungen davon hat wie man so einen Tag denn gestalten kann.

Angefangen hat das wohl schon mit den ersten Schritten, denn automatisch wurde der kleine Mann waghalsiger und noch mobiler. Mobil war er natürlich schon als er hier durch die Gegend gekrabbelt ist, aber irgendwie war das Ganze noch überschaubarer. Mit der wachsenden Mobilität wird so ein Kleinkind nun wirklich anstrengend. Ich sehne mich manchmal an die Tage zurück, an denen wir den ganzen Tag im Bett liegen und kuscheln konnten. Das war sehr schön, aber ehrlich gesagt ein Leben lang im Bett liegen und kuscheln möchte man auch nicht. Es ist eine Umstellung, die ein weinendes und ein lachendes Auge mit sich bringt. Denn sobald die kleinen Mäuse irgendwie begreifbar machen können was sie möchten und das auch versuchen durchzusetzen bringt das neben all´ der Anstrengung auch ganz schön viel Freude mit sich.

Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Ich finde es unfassbar niedlich und aufregend das der kleine Mann nun alleine isst. Ja, für eine Mama ist sowas besonders. Auf der anderen Seite kann ich waschen wie eine Verrückte. Meistens ist er eingesaut von oben und bis unten und da bringt auch das beste und größte Lätzchen nicht viel. Hilfe von Mama oder Papa wird nämlich auch äußerst selten gestattet getreu dem Motto selbst ist der Mann.

Was mich wirklich richtig nervt und überhaupt nicht süß ist, ist das ich hier jeden Tag kämpfen darf wenn es um das Thema Anziehen oder Windeln wechseln geht. Das mag der kleine Herr nämlich absolut gar nicht und damit bin ich auch ganz gewiss nicht allein.

Dafür aber wirkt er auf dem Spielplatz schon wie ein ganz Großer und es hat mich so unfassbar gerührt als er seine ersten Runden auf dem Spielplatz gedreht hat. Er ist so interessiert an den anderen Kindern und guckt sie bewundernd an oder spielt mit ihnen. Ja und manchmal frage ich mich wann sich denn endlich mal mein Kind umdreht um zu gucken wo ich bin. Das hat er aber noch nie vergessen auch wenn es erst nach einer ganzen Weile passiert ist.

Ich bin so gespannt darauf was das Leben mit dem kleinen Mann noch so bringt und auch wenn es Tage gibt, an denen ich nicht mehr kann ist Klein N. das größte Glück in meinem Leben und eine Lausemaus allererster Güte. Er ist frech, lustig (er übt jetzt schon jeden Tag fleißig den Moonwalk) und ein kleiner Sonnenschein, der sich auch manchmal in eine dicke Gewitterwolke verwandeln kann. Alles ganz normal würde ich sagen.

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