Familie

Meckern beim Essen vermeiden

Juni 22, 2017

Vielen von euch sollten die Probleme mit den Kindern beim Essen bekannt sein. Der oder die Kleinen wollen nicht so richtig. Sei es, weil die Kleinen keine Lust haben, am Tisch zu sitzen oder die Mahlzeit nicht ihren Wünschen entspricht. Klein N. wurde irgendwann so unruhig und anstrengend beim Essen, dass ich mir vorgenommen habe, dagegen anzugehen. Schon nach einigen Tagen hat sich dadurch deutliche Besserung eingestellt. Nun möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und euch somit einige Ratschläge geben, wie auch ihr mit kleinen Dingen eine Verbesserung erreichen könnt.

Zunächst habe ich aufgehört, es immer jedem Recht machen zu wollen. Auf Dauer ist es nicht hilfreich, jedem sein eigenes Wunschgericht vorzusetzen, egal ob Groß oder Klein. Anfangs gab es natürlich Einsprüche und viel Gemecker aber auf lange Sicht gesehen ist es wohl besser, wenn alle am Tisch das Gleiche essen.

Zudem habe ich angefangen saisonaler zu kochen. Dies bringt einige Vorteile mit sich. So lernen die Kinder mehr Produkte, vor allem frisches Obst und Gemüse kennen und es entsteht eine größere Abwechslung. Außerdem profitiert der ganze Haushalt davon, da die Produkte, die gerade Saison haben, deutlich günstiger sind. Die Umstellung war für Klein N. anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings erfreut er sich inzwischen an der größeren Varietät der Gerichte, die er vorgesetzt bekommt und probiert immer von allem auch wenn es manchmal etwa dauert bis er wirklich etwas in den Mund nimmt.

Um diesen Abwechslungsreichtum zu verstärken, habe ich zudem begonnen, Gerichte aus fremden internationalen Küchen zu servieren. Nachdem er anfangs etwas skeptisch gegenüber ganz neuen Geschmacksnoten, wie indischer oder chinesischer Küche war, erfreut er sich jetzt regelmäßig an neuen außergewöhnlichen Gerichten. Da er sich so sehr an die Abwechslung gewöhnt haben und nicht immer Zeit dafür ist selber neue internationale Gerichte zu kochen habe ich auch immer mehr die verschiedenen Lieferservices für uns entdeckt. Hier kann man inzwischen Gerichte aus allen Küchen der Welt bestellen und die Kleinen früh an diese Küchen gewöhnen. Hierdurch sind sie deutlich offener gegenüber ihnen unbekannten Gerichten geworden und probieren nun auch alles Unbekannte, das ich selber koche.

Schließlich versuche ich, Klein N. in die Zubereitung miteinzubeziehen. Ich habe einen kleinen Gemüsegarten angelegt, in dem er mir regelmäßig hilft (mehr oder weniger) und somit miterlebt, wie das Essen angepflanzt wird und gedeiht. Ist das Gemüse reif, ernten wir es zusammen und ich beziehe ihn auch mit in die Verarbeitung der Produkte ein. Dabei versuche ich ihm so viel wie möglich über die einzelnen Zutaten und die Zubereitung beizubringen, um ihr Interesse zu fördern.

Natürlich ist es nicht immer einfach gewesen und es hat mir, vor allem am Anfang, etwas Nerven gekostet und Disziplin abverlangt, doch heute bin ich sehr zufrieden über die gemeinsamen Mahlzeiten, da er deutlich entspannter geworden sind.

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