Familie

Montagsgedanken: Von guten Tagen und anstrengenden Momenten…

Februar 12, 2018

Eins vorweg, es gibt nichts Schöneres als Mama zu sein und ich bin so unfassbar glücklich das wir so einen wunderbaren Sohn haben. Ich genieße unsere Zeit unglaublich und freue mich das N. so gerne einfach nur in meinem Arm liegt. Oh ja, er ist sehr verkuschelt und lieb. Da wird einem oft liebevoll über den Kopf gestreichelt oder man bekommt ein Küsschen, am besten einmal quer über das Gesicht. Im Kindergarten tröstet er die Kinder wenn sie weinen, aber… ja manchmal da schubst er auch ein Kind. So ist es auch in unserem Leben es gibt die guten Tage und eigentlich wollte ich an dieser Stelle von schlechten Tagen schreiben, aber das wäre nicht fair. Denn wir hatten noch keinen schlechten Tag, viel eher sind es Momente, die anstrengend sind und Kraft rauben.

Als Mutter oder Vater möchte man nur das Beste für sein Kind, man möchte es lachen sehen, ihm eine Freude bereiten und manchmal auch einfach nur zusammen Nichtstun. Doch manchmal überlegt man sich die schönsten Unternehmungen und das Kind hat absolut keine Lust. Das endet dann gerne mal in einem Wutanfall, ich sage nur „Hallo Trotzphase“. N. ist ein ziemlich großer Fan von Feuerwehrautos und Hubschraubern. Also hatten wir uns überlegt wir gehen ins Feuerwehrmuseum, vor dem auch ein Hubschrauber steht. Den Hubschrauber fand er toll, aber schon das Treppenhaus der Feuerwehr merkwürdig und es wurde beim Schlange stehen zum Bezahlen nicht besser. Nach dem wir bezahlt haben, wollte N. natürlich nicht ins Museum hat sich auf den Flur gelegt und gemeckert was das Zeug hält. Das Ende vom Lied wir haben den Eintritt bezahlt und waren nach 10 Minuten wieder draußen. Es kann halt einfach nicht immer so laufen wie man es sich vorstellt und auch wenn die Bedürfnisse vom Kind immer an erster Stelle stehen, möchte man Dinge ausprobieren und nicht beim ersten Anzeichen von Meckern wieder kehrt machen. Wir versuchen mit ihm zu reden wenn er sich aufregt, manchmal funktioniert es, manchmal nicht.

Dafür kommt es bei anderen Ausflügen zu Momenten bei denen mein Herz platzen könnte. Wenn ich im Zoo sehe wie er sich ganz nah im Nilpferdhaus vor die Scheibe setzt und mit den anderen Kindern voller Begeisterung, die Nilpferde beim Schwimmen beobachten. Oder wie er keinen Tag ohne Kuscheln auskommt, nach der Kita kuscheln wir zuallererst und auch wenn er seinen Papa sehr lieb hat, weiß ich das er mit mir am allerliebsten kuschelt. Das steht natürlich im völligen Gegensatz dazu, dass er auch mal in mein Gesicht langt wenn er nicht gewickelt werden möchte oder nach der Kita nicht nach Hause will. So als würde er meine Nase anfassen wollen, nur nicht ganz so liebevoll. Ach ja, irgendwie fällt es mir schwer von den schlechten Momenten zu schreiben, auch wenn sie an die vielen schönen Momenten, in ihrer Anzahl nicht annähernd herankommen. So ein eigener Wille ist halt ziemlich schwierig, wenn man sich nicht ausdrücken kann.

Wenn N. mal wieder einen Trotzanfall hat, weil die Seilbahn (auf der er eh noch nicht fahren kann) besetzt ist, lasse ich ihn seinen Anfall ausleben. Wenn ich merke er beruhigt sich nach ein paar Minuten wieder, biete ich ihn meine Hand und auch meinen Arm zum Trost an. Das nimmt er auch immer wieder an und es bedarf nicht vielen Worten. Ich liebe diesen kleinen Räuber so sehr, dass ich platzen könnte und bin mir sicher, da kommt noch viel mehr auf uns zu. Denn wie sagt man so schön? Kleine Kinder, kleine Probleme – Große Kinder, große Probleme.

Ich weiß an dieser Stelle gar nicht, ob das was ich eigentlich sagen wollte rübergekommen ist. Ich weiß, wir sind alle unheimlich gerne Mütter und lieben sie einmal durchs Universum und wieder zurück. Bei unserer Reise durchs Universum lassen wir natürlich kein schwarzes Loch aus, um eine möglichst lange Strecke zurückzulegen. Doch unsere kleinen, zuckersüßen Lieblinge, dürfen uns auch mal den letzten Nerv rauben und ihre Gefühle ausleben. Ich glaube ich wollte Euch nur sagen, dass jedes Kind mal seine schlechten Momente hat und ihr als Mama damit nicht alleine seid. Man denkt es aber manchmal. Im Gegensatz dazu denkt man meistens viel zu wenig daran, wie schwer und kompliziert es für unsere Kinder ist groß zu werden.

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