Familie

Tabu-Thema – Wie erklärt man Kindern den Tod?

Juli 3, 2018

Anzeige I Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Cosmos Direkt entstanden

Es gibt Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte und denen wir mit Bauchschmerzen begegnen. Das liegt vor allem daran, dass wir selbst nicht wissen wie wir damit umgehen sollen und wir sie aus diesem Grund lieber verdrängen. Es geht um den Tod und wie wir den unseren Kindern erklären. Es ist selbstverständlich, dass wir unseren Kindern, die schönen Seiten des Lebens zeigen, aber der Tod gehört unumgänglich dazu. Es tut weh, wenn jemand, den wir lieben, für immer gehen muss. Wir haben die Verantwortung gegenüber unseren Kindern, sie mit dem Tod vertraut zu machen und können ihnen so die Möglichkeit geben zu trauern.

Heute ist unser kleiner Mann 2 1/2 Jahre alt und kommt langsam in das Alter um Dinge zu hinterfragen. Die Komplexität vom Thema Tod kann er nicht annähernd verstehen und auch nicht, was es für uns Erwachsene bedeutet jemanden zu verlieren. Er merkt aber, wenn jemand fehlt. Das ein Mensch nicht mehr isst und schläft wenn er Tod ist, wäre für ihn nicht zu begreifen. Selbst wir wissen bis heute nicht was nach dem Tod passiert und auch ich möchte mich bis heute nicht damit abfinden, dass es nach dem Tod nichts mehr gibt.

Aktuell sind wir erfreulicherweise nicht in der Situation, dass N. mit dem Thema konfrontiert wird, aber die Zeit wird kommen und ich möchte darauf vorbereitet sein.

Wann spricht man mit seinem Kind über den Tod?

Ich denke, es gibt kein richtiges Alter um Kindern den Tod zu erklären, sie werden von ganz alleine auf dieses Thema kommen oder ganz plötzlich damit konfrontiert. Sie werden sich fragen, wo die Katze vom Nachbar geblieben ist oder warum die Oma eigentlich keinen mehr Mann hat. Kinder können viel unbefangener über den Tod reden als wir und aus heiterem Himmel auf dieses Thema kommen. Sie hören von dem Tod in einem Märchen oder sehen tote Insekten und Vögel auf der Straße und in der Natur.

Und wie erkläre ich meinem Kind den Tod?

Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, fand es aber selbst als Kind schön an den Himmel zu glauben und das unsere geliebten Menschen dort oben weiterleben. Das werde ich auch an N. weitergeben, nur mit dem Zusatz, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich es wirklich so ist. Denn keiner weiß, was nach dem Tod passiert. Was man definitiv vermeiden sollte ist die Endgültigkeit des Todes zu verharmlosen. Spricht man beispielsweise davon, dass ein geliebter Mensch eingeschlafen ist, können die Kinder Angst vor dem Schlafen gehen entwickeln. Es ist wichtig, für die Fragen seiner Kinder da zu sein und sich genügend Zeit zu nehmen um diese zu beantworten. Die Antworten sollten kurz und einfach sein und auch Gründe für den Tod sollten kindgerecht erklärt werden bspw. der Mann war alt und sein Körper funktionierte nicht mehr.

Bücher können sowohl Kindern, als auch Erwachsenen helfen, mit der Trauer umzugehen. Gerade dann wenn uns selbst die Worte fehlen. Auch Comos Direkt hat sich mit dem Thema Tod beschäftigt und zusammen mit Müttern, Vätern, Bloggern und Experten ein eBook auf den Markt gebracht. Neben sehr persönlichen Erfahrungen findet man hier praktische Ratschläge, die für Eltern eine schöne Anregung sind mit dem Thema umzugehen. Wenn ihr Euch mit dem Thema beschäftigen müsst oder Euch darauf vorbereiten möchtet, könnt ihr Euch das ebook hier kostenlos herunterladen. Hier ein kleiner Ausschnitt: …Er hatte große Schmerzen. Im Himmel geht es ihm besser. Er wird nicht wiederkommen.“ Sie schaute mich liebevoll an und fragte mich mit einer besonderen Leichtigkeit: „Fliegt Ben im Himmel mit seiner Schüssel?“ Sie meinte seinen Hundekorb. „Ja“, antwortete ich. Sie zeigte sich mit der Antwort zufrieden. Mir gefiel der Gedanke mit der Schüssel. Bis heute hat sie das nicht vergessen…

Ich hoffe N. wird sich noch etwas Zeit lassen bis er sich mit dem Thema beschäftigt. Es beruhigt mich aber sehr, mich mit diesen bereits auseinandergesetzt zu haben.

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