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Berlin einmal anders sehen: 5 Tipps für Besucher und auch Berliner

Mai 17, 2021


Viele Gebäude oder Plätze Berlins sind weltbekannt und wurden schon von Millionen Menschen aus dem In- oder Ausland besucht. Für die Hauptstädter sind diese Orte eher ein alter Hut oder ein Stück Normalität im täglichen Stadtbild. Viele Einheimische meiden sie sogar so gut wie möglich, weil sich hier immer Scharen von Berlinbesuchern tummeln. Beide – Berliner wie Besucher der Stadt – fragen sich und andere aber auch immer wieder, ob die Metropole und das nähere Umland nicht noch ein paar unentdeckte oder zumindest weitgehend unbekannte Seiten bereithalten, die einen Besuch lohnen. Die gibt es tatsächlich noch – hier sind fünf davon:

  1. Vor den Toren der Stadt: die Spielbank in Potsdam

Gleich neben Berlins Randbezirk Zehlendorf schließt sich im Südwesten die Stadt Potsdam mit ihrer historischen Spielbank im Zentrum an. Der klassizistische Bau und die anderen Gebäude entlang der Straße entstanden einst auf Geheiß Friedrich des Großen und zeigen eindrucksvoll rund 250 Jahre alte Architektur. Hier ist es oft ruhig und nur zu den Öffnungszeiten der Spielbank finden sich mehr Menschen zusammen. Die genauen Öffnungszeiten der Berliner oder Potsdamer Casinos, Spielhallen oder -banken finden Sie immer auf Casino-Finder.org zusammen mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten.

  1. Janz weit draußen: Beelitz-Heilstätten

Der kleine Beelitzer Gemeindeteil Heilstätten mit den alten Beelitzer Heilstätten ist keineswegs unbekannt. Die inzwischen ziemlich verfallene alte Lungenheilanstalt war schon häufiger Filmkulisse und zählt sogar zu Europas berühmtesten verlassenen Orten oder Lost Places. Aber dennoch sind hier weit entfernt vom Fernsehturm eher selten und wenig Besucher unterwegs. Welche Filme wurden hier gedreht? In dem großen Komplex entstanden keine der lebe berlin-Filmtipps, dafür aber andere große Hollywood-Streifen wie zum Beispiel Operation Walküre mit Tom Cruise, der hier morgens um sechs zu den Dreharbeiten mit dem Helikopter einflog und sogar die gesamte obere Etage des alten Badehauses renovieren ließ, um darin später ein Lazarett-Filmset aufzubauen. Die Heilstätten verbinden so neue mit alten Geschichten. Sie werden oft mit einem gruseligen Charme gezeigt. Es lohnt sich einmal bei Tageslicht nachzuschauen, ob sie diesen wirklich besitzen – aber nur zu den Öffnungszeiten. Außerhalb davon wird die Anlage bewacht und ein atmosphärisch sicherlich spannender Spontanbesuch später am Abend endet dann schnell mit einer Strafanzeige.

  1. Noch ein Lost Place: der Spreepark Plänterwald

Selbst im dicht besiedelten Kontinent Europa ist die Liste der Lost Places lang. Auf ihr steht auch der alte DDR-Vergnügungspark Plänterwald oder VEB Kulturpark Berlin, wie er seit seiner Eröffnung 1969 bis kurz nach der deutschen Vereinigung hieß. Anschließend wurde der Park aufgegeben und die Natur hat sich diesen Platz zurückgeholt. Sie überwuchert heute die Gebäude und viele einstige, inzwischen aber einsturzgefährdete Attraktionen des Parks fast vollständig. Immer wieder gab und gibt es Überlegungen, dieses Gelände zu revitalisieren. Irgendwann wird sicherlich einer der Pläne realisiert. Für einen Besuch dieses verlassenen Ortes tickt also die Uhr.

  1. Wie aus einem Bond-Film: der Teufelsberg

Fällt der Name James Bond, hat praktisch jeder sofort Bilder im Kopf: Bond-Autos, Bond-Uhren und viele Action-Szenen an den bekanntesten Plätzen der Welt. Einmal gehörte auch Berlin zu dn Drehorten: 1987 im 13. Bond-Streifen „Octopussy“ mit Roger Moore. Gedreht wurde vor allem am Checkpoint Charlie. Während der Dreharbeiten damals war der Berliner Teufelsberg mit seinen von Amerikanern und Briten genutzten Abhöranlagen noch strengstes Sperrgebiet. Dabei passt er perfekt in einen Bond-Film. Heute kann jeder diese Relikte des Kalten Krieges besuchen, in denen einst um die 1500 Menschen arbeiteten. Der Komplex ist ein weiterer Lost Place Berlins und mit der markanten weißen Kuppel für einstige Abhöranlagen weithin sichtbar. Umgekehrt gibt es hier auf dem Teufelsberg genauso einen 360-Grad-Panoramablick über die Hauptstadt.

  1. Und dann nischt wie raus nach Wannsee: der Liebermann-Garten

Zum Schluss sollte ein seltener besuchter Platz nicht fehlen, wenn Sie Berlin besuchen oder als Berliner nach einem weniger bekannten Ausflugsziel in der Nähe suchen: die Villa des Malers Max Liebermann mit ihrem rund 7000 Quadratmeter großen Garten direkt am Wannsee. Etwa 200 von Liebermanns wertvollen Gemälden entstanden hier vor einem guten Jahrhundert. Viele zeigen den früheren Garten in allen Details und wurden nach der Jahrtausendwende zur Vorlage für die Renovierung von Villa und Garten. Heute ist alles ein Museum zu Ehren Liebermanns. Aber während in anderen Museen Berlins oft großes Gedrängel herrscht, seid ihr hier häufig voller Ruhe und nur von wenigen Menschen umgeben unterwegs.

Um die vier Millionen Berliner und etwa 14 Millionen Berlinbesucher pro Jahr vor der Coronapandemie: Da kann es keine gänzlich menschenleeren oder vollkommen unbekannte Plätze in dieser Stadt mehr geben. Doch Berlin hat sich immer noch einige fast weiße Flecken auf dem Stadtplan bewahrt, wo ihr die Metropole von einer anderen, beinahe unnatürlichen oder surrealen Seite erleben könnt. Es lohnt sich definitiv, diese Plätze schon bald einmal zu besuchen.

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